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Wettanbieter ohne Steuern

Wettanbiter ohne SteuernDie Wettsteuer geht auf das Jahr 2012 zurück. Damals wurde ein Passus im Rennwett- und Lotteriegesetz verabschiedet, welcher die Besteuerung für Unternehmen mit „5 von hundert“ ausweist. Anders ausgedrückt beträgt die Sportwetten Steuer fünf Prozent. Dennoch handelt es sich im Grundsatz um eine Belastung, welche von den Wettanbietern zu tragen ist. Doch wollte der Staat schon den Spieler belasten. Allerdings ist es transparenter die Buchmacher zur Kasse zu bitten, die wiederum fünf Prozent vom Einsatz des Kunden einbehalten.

Mit der Einführung der Besteuerung verabschiedeten sich einige Anbieter vom Markt, nur um später zurückzukehren. Andere Firmen senkten das Quotenniveau. Da gab es für einen Heimsieg, der früher mit einer 2,00 ausgezeichnet wurde, jetzt nur noch eine 1,95 gutgeschrieben. Und schon hatten die Bookies ihren um fünf Prozentpunkte geschmälerten Gewinn wieder eingespielt. Doch selbst heute gibt es noch einige Sportwettanbieter, welche die Steuern nicht an die Kundschaft weiterreichen und trotzdem mit konkurrenzfägehigen Quoten auftrumpfen.

5 Fakten zur deutschen Wettsteuer

  • Die Wett Steuer ist seit 2012 im Rennwett- und Lotteriegesetz verankert
  • Fünf Prozent vom Umsatz sind von den Buchmachern abzuziehen
  • Einige Wettanbieter ohne Steuern, wie Tipico, sind auf dem Markt verblieben
  • Die Art der Berechnung unterscheidet sich mitunter je nach Buchmacher
  • Der Spieler selbst muss die Wettsteuer nicht ans Finanzamt überstellen

Diese Anbieter bieten Sportwetten ohne Steuern an

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NetBet Logo Mr Green Logo Tipico Logo befair Sportwetten Logo Betsafe Logo
Modell NetBet Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021Mr Green Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021Tipico Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021Betfair Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021Betsafe Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021
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Bewertung
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Gründungsjahr20012007200419992006
Mobile SportwettenApp, Mobile SiteApp, Mobile SiteApp, Mobile SiteApp, Mobile SiteApp, Mobile Site
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Vollständig steuerfrei Wetten: Bei diesen Anbietern ist es möglich

Für viele Spieler ist die Rechnung ganz einfach. Wer einen Wettanbieter ohne Steuern nutzt, der hat am Ende fünf Prozent mehr gewonnen. Voraussetzung ist natürlich immer, dass richtig getippt wurde. Doch so einfach ist es in der Praxis eben nicht. Später wollen wir noch darlegen, wie du den besten Buchmacher für deine Sportwetten findest. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Anbieter ohne Steuer, als auch den größeren Part der Unternehmen, welche die Wettsteuern weiterreichen.

Vorab ist es uns jedoch ein Anliegen, die Bookies aufzuführen, welche selbst jetzt noch ohne Steuer arbeiten. Dort ist es ganz einfach: Wenn du 100 Euro auf eine Wette mit Quote 2,00 setzt und gewinnst, erhältst du 200 Euro ausbezahlt. Andere Anbieter würden von dieser Summe noch fünf Prozent abziehen. Der Gewinn wäre in diesem Fall um 10 Euro geringer ausgefallen. Allerdings gibt es durchaus ein ansehnliches Portfolio an Buchmachern ohne Steuer. Und eben mit diesen Anbietern möchten wir uns nachfolgend beschäftigen.

1. Tipico

tipico LogoNicht nur bei uns auf dem ersten Platz gesetzt, sondern von den Kunden hoch geschätzt. Tipico genießt ein hohes Vertrauen. Woran liegt es? An der Werbekampagne mit Oliver Kahn? Daran dass der FC Bayern München gesponsert wird? Oder doch an der Wettsteuerfreiheit? Tipico macht offensiv Werbung damit Sportwetten ohne Steuern feilzubieten. Die große Herausforderung ist jedoch, dass trotzdem noch wettbewerbsfähige Quoten geboten werden. Dies können wir bestätigen. Selbst wenn wir die Steuern außen vor lassen, so gehört der Wettanbieter locker zum oberen Drittel beim Quotenniveau.

Wenn wir die Wettsteuern der Konkurrenten abziehen, so steht Tipico noch eine Nuance besser da. Mit dem Fehlen der Steuer und den generell sehr hohen Quotierungen sollte Tipico in keinem Portfolio fehlen. Dass die App leicht zu bedienen ist und mobiles Spielen sich sehr angenehm gestaltet, ist nur das Sahnehäubchen. Wer einfach und schnell einzahlen möchte, der freut sich zudem über PayPal unter den Bezahlmethoden. Weitere Informationen zum Buchmacher finden sich in unserem Tipico Test.

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2. Betfair

befair Sportwetten LogoBetfair existiert schon seit 1999. Doch mit der Einführung der Besteuerung in Deutschland zog sich das Unternehmen 2012 aus der Bundesrepublik zurück. Die Begründung: Der Anbieter konnte oder wollte sich die zusätzlich entstehenden Unkosten nicht leisten. Erst vor wenigen Jahren gab es den Rücktritt vom Rückzug. Betfair ist hierzulande wieder aktiv. Sie sind zwar nicht als Wettbörse zurückgekehrt, aber ohne Steuer. Wer 100 Euro einsetzt und eine Wettquote in Höhe von 1,50 anspielt, der kann 150 Euro gewinnen.

Jeder Sportwetten Anbieter hat seine Besonderheiten. Und Betfair trumpft mit diversen Spezialitäten auf. Dazu zählt der ungewöhnlich hohe Quoten Boost. Gegenwerte von bis zu 25,00 oder höher sind hier, zumindest für Neukunden, keine Seltenheit. Außerdem haben wir die Gratiswette für bestimmte Events entdeckt. Außerdem stellt der Buchmacher einen ungewöhnlichen Service bereit. Ein kleiner Fernseher neben einer Paarung zeigt an, wo eine Partie übertragen wird. Weitere Informationen haben wir in unserem Betfair Test hinterlegt.

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Ohne Steuern Wetten: Kombinationen und Live-Wetten im Fokus

Bei den vorangegangenen Buchmachern ist es so, dass die Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent grundsätzlich wegfällt. Natürlich zahlen auch diese Anbieter Steuern. Was wirklich weggelassen wird ist, dass diese Summe an die Spieler weitergereicht wird. Doch haben ebenfalls andere Wettanbieter das steuerfreie Wetten für sich entdeckt. Doch wird es nicht zwingend auf den gesamten Markt ausgedehnt. Vielmehr sind es hauptsächlich die Kombinationswetten, welche von der Steuer auf Sportwetten verschont bleiben.

Seltener brauchen die Kunden bei Live-Wetten keine Belastung von fünf Prozent zu fürchten. Wir geben gerne zu, dass bezüglich dieser Aktionen schnell die Übersicht verloren geht. Daher wollen wir auf drei Besonderheiten eingehen und zum Abschluss jeweils Buchmacher nennen, welche das Wetten ohne Steuer ermöglichen. Tatsächlich ist es mit einer stattlichen Auswahl an Wettanbietern möglich, dauerhaft die Wettsteuern zu umgehen. Dazu bringen wir später noch ein interessantes Beispiel.

Kombiwetten ohne Steuer

Kombinationen sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits lassen sich damit die Gewinne erhöhen. Dass ist eine ganz einfache Rechnung. Wenn wir vier Mal die Quote 2,00 kombinieren, sind wir schon bei einer Gesamtquote von 16,00 angelangt. Bei nur 10 Euro Einsatz kämen wir somit auf 160 Euro Gewinn. Für gewöhnlich müssten wir davon jetzt noch die Wettsteuer abziehen. Diese beträgt in diesem Fall acht Euro. Uns würden 152 Euro verbleiben. Doch gibt es immer mal wieder Ausnahmen, wo die Besteuerung für Kombis wegfällt.

Betsson ist eine solche Ausnahme. Allerdings gibt es Regeln. So sind dort mehrere Auswahlen auf einem Wettschein zu vereinen. Womit wir bei unserem zweischneidigen Schwert sind. Denn bei Kombinationswetten steigt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlages mit jedem hinzugefügten Tipp weiter an. Tatsächlich sehen wir nur Kombinationen von wenigen Spielen als zielführend an. Vier Begegnungen sind gerade noch so im Rahmen. Da wir hierbei noch die Sportwetten Steuer einfahren, ist dieser Anbieter für kleine Kombis perfekt geeignet.

Live-Wetten ohne Wettsteuer

Eine weitere Form von Sonderwette kann während des Spiels platziert werden. Damit meinen wir die Live-Wette. Denn diese ist abzugeben, während eine Begegnung läuft. Der Vorteil liegt auf der Hand. Können wir die Paarung live im Fernsehen verfolgen oder uns zumindest online die Statistiken anschauen, so steigt die Chance einer erfolgreichen Wette an. Doch bei den meisten Anbietern fällt auch hier die fünfprozentige Steuer an. Erneut gibt es zumindest eine Ausnahme, die wir nicht verschweigen möchten: LvBet Sportwetten!

Sonstige Steuerfrei-Aktionen: Freie Tage und Rückerstattung

Tatsächlich gab es in der Vergangenheit weitere Aktionen, wo die Wettsteuer eingespart werden konnte. Allerdings ist uns derzeit kein Buchmacher bekannt, wo diese Art der Steuerfreiheit zu erzielen ist. Dennoch möchten wir über entsprechende Angebote, die immer mal wieder ins Programm zurückkehren können, aufklären. Besonderes Bet-at-Home hat sich früher immer mal wieder mit einer entsprechenden Aktion in das Blickfeld der Spieler gerückt.

So gab es früher einmal den steuerfreien Freitag. Sportwetten, die an diesem Tag abgegeben wurden, waren nicht mit der 5-Prozent-Steuer belastet. Dass war sehr praktisch. Denn gerade im Fußball starten die meisten Wettbewerbe zum Wochenende. Umgekehrt gab es immer mal wieder eine Rückvergütung der Steuern. Dies mag der Fall gewesen sein, wenn Kombinationen angespielt wurden. Der Kunde musste zunächst den vollen Betrag entrichten und bekam den Steueranteil später als Sportwetten Bonus auf das Konto überwiesen.

Anbieter, die immer mal wieder steuerfreie Aktionen anbieten

Modell Casino BonusGründungsjahrMobile Sportwetten Preis
1 888 Logo 888 Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021
100 € Neukundenbonus1997App, Mobile Site

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2 william hill sportwetten logo William Hill Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021
100 €1934App, Mobile Site

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3 bet-at-home sportwetten logo Bet-at-Home Erfahrungen & Sportwetten im Test 2021
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3 Berechnungsmodelle zur Wettsteuer: Wo ist zu tippen?

Ist ein Buchmacher ohne Wettsteuer immer vorzuziehen? Nein! Und an dieser Stelle wird es ein wenig kompliziert. Wer das Konzept jedoch verstanden hat, der findet innerhalb von Sekunden den besten Wettanbieter. Dabei ist jedoch immer eine Abwägung vorzunehmen. Auf der einen Seite stehen die Anbieter ohne Steuer. Hier brauchen wir nicht rechnen. Auf der anderen Seite sind die Buchmacher zu finden, die mit Besteuerung arbeiten. Da müssen wir die Quote mit einem fünfprozentigen Abschlag belegen.

  • Formel: Wettquote*95/100

Sportwetten Steuern berechnenNatürlich können wir die Quotierung ebenso gleich mit der 0,95 multiplizieren. Denn in diesem Fall bleiben uns genau die 95 Prozent der Wettquote übrig, die uns im Gewinnfall gutgeschrieben wird. Die übrigen fünf Prozent entfallen schließlich auf die Wettsteuer. Bis hierhin war es Theorie. Nachfolgend möchten wir einige Praxisbeispiele ausgeben.

1. Praxisbeispiel: Hier gewinnt der Wettanbieter ohne Steuer

Die Ausgangslage ist simpel. Wir möchten in der 1. Bundesliga auf das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund setzen. Da sich der BVB in der jüngeren Vergangenheit zu seinen Erfolgen gemüht hat, der Rekordmeister sich jedoch in einer tadellosen Verfassung befindet, setzen wir auf die Münchener. Die wohl höchste Wettquote auf dem Markt hat diesbezüglich Betway mit einer 2,10 im Angebot. Tipico trumpft immerhin mit einer 2,05 auf. Jetzt stellt sich die Frage, welches Angebot im Zweifel vorzuziehen ist.

Wir benutzen also unsere obige Formel, um die Wettsteuer aus der Quotierung von Betway herauszurechnen: 2,05*100/95. Damit reduziert sich die effektive Quote auf 1,995. Sie ist damit niedriger als die Wettquote von Tipico, wo wir eine 2,05 erhalten. Bei einem Einsatz von 100 Euro würden wir beim wettsteuerfreien Anbieter 205 Euro ausbezahlt bekommen. Greifen wir an dieser Stelle jedoch auf den Buchmacher mit Steuer zurück, so sind es lediglich 199,50 Euro. Der Unterschied mag mit 6,50 Euro nicht sehr hoch ausfallen. Doch über die Wochen, Monate und Jahre summiert es sich.

2. Praxisbeispiel: Hier gewinnt der Buchmacher mit der höheren Quote

Natürlich kann es auch umgekehrt kommen. Jetzt begutachten wir ein Aufeinandertreffen in der Champions League. Schachtar Donezk trifft auswärts auf Olympiakos Piräus. Nach reiflicher Analyse haben wir uns für ein Unentschieden entschieden. Bei Bet-at-Home haben wir dafür den besten Gegenwert vorgefunden. Es handelt sich um eine 3,60. Doch wenn wir bei einem anderen Anbieter nachschlagen, so bekommen wir immerhin eine 3,50 gutgeschrieben. Erneut stellt sich folgende Frage: Ist der Wettanbieter ohne Steuer überlegen?

Hier können wir ganz entspannt rechnen. Wir setzen 100 Euro ein und legen die Quotierung in Höhe von 3,30 zugrunde. Im Gewinnfall hätten wir 330 Euro ohne Abzüge erzielt. Jetzt kommen wir jedoch zu Bet-at-Home. Dort rechnen wir zunächst einmal den Quotenabschlag heraus. Wir teilen die 3,60 also durch hundert und nehmen diese Zahl dann mit 95 mal. So haben wir fünf Prozent Steuern gleich abgezogen. Es verbleibt also eine effektive Quote in Höhe von 3,42. Dort hätten wir also nach Abzug der Besteuerung noch immer 342 Euro gewonnen. Dass sind dieses Mal 12 Euro mehr als beim Sportwetten Anbieter ohne Steuern.

3. Praxisbeispiel: Hier behelfen wir uns mit einem Wettsteuer-Bonus

An dieser Stelle wollen wir uns mal an einer Kombinationswette versuchen. Wir kombinieren vier Spiele der britischen Premier League. Dabei haben wir uns für schlichte Sieg-Tipps entschieden. Nach unserer Prognose gewinnen der FC Liverpool, Manchester City, der FC Chelsea und West Ham United. Bei bet365 erhalten wir folgende Quoten: 1,40, 1,35, 1,50 und 2,20. Wir sprechen also von einer Gesamtquote in Höhe von 6,237. William Hill hat folgende Quotierungen im Angebot: 1,35, 1,45, 1,60 und 2,10. Hier summiert sich die Kombi-Quote auf 6,5772.

Zuletzt schauen wir bei der Konkurrenz ohne Steuern nach. Dort erhalten wir eine 1,30, 1,50, 1,55 und 2,10. Dieses Mal kommen wir auf eine Gesamtquote von 6,34725. Bet365 fällt raus. Dort gibt es nicht nur die niedrigste Quote, es werden zudem Wettsteuern fällig. Bleibt die Unterscheidung von William Hill mit der höchsten Wettquote, wo wir bei Kombinationen mit vier Auswahlen die Steuern einsparen. Wir ziehen bei bet365 also erneut den Steueranteil ab: 6,5772/100*95. Daraus resultiert ein bereinigter Gegenwert von 6,24834. Bei 100 Euro Einsatz würden wir knapp 625 Euro herausbekommen. Wetten wir dagegen ohne Steuern, haben wir die steuerfreie Quote von 6,34725 vorliegen, was uns einen Gewinn von knapp 635 Euro ermöglicht. Damit ist die Entscheidung gefallen.

Tipps und Tricks zum Herausrechnen der Wettsteuer

Nach den vorangegangenen Praxisbeispielen denkst du dir vielleicht, dass es ganz schön mühsam ist, immer zu rechnen. Tatsächlich tritt irgendwann ein Gewohnheitseffekt ein. Wer es einige Mal gemacht hat, kann die Abzüge sogar im Kopf herausrechnen. Dies gilt zumindest bei einzelnen Quoten. Und beim Wettanbieter ohne Wettsteuern ist überhaupt nicht zu rechnen. Dennoch können wir nicht davon ausgehen, dass jedermann sich die Mühe des Rechnens machen möchte. Daher möchten wir nachfolgend ein bis zwei kleine Tricks darlegen.

Heutzutage hat fast jeder eine Tabellenkalkulation, wie Excel oder Open Office Calc auf dem Rechner. Hier brauchst du nur eine Formel einzugeben, welche den Ausgangswert durch 100 teilt und mit 95 malnimmt. Dort trägst du die Wettquotierungen der Buchmacher mit Steuern ein und erhältst den bereinigten Betrag ausgegeben. Ansonsten ist es einfach möglich, sich handschriftlich eine Liste zu erstellen. Wir wollen schon einmal für eine grobe Übersicht sorgen. Dabei stellen wir zunächst die Quote mit Steuer und dann nach dem Steuerabschlag dar.

  • 1,20 -> 1,14
  • 1,50 -> 1,425
  • 1,80 -> 1,71
  • 2,00 -> 1,90
  • 2,50 -> 2,375
  • 3,00 -> 2,85

Sportwetten Steuer in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Sportwetten Steuern in Deutschland Oesterreich und der SchweizIn Deutschland ist das Rennwett- und Lotteriegesetz für die Besteuerung von Wetten maßgeblich. Dies gilt laut § 17 (2) Nr. 1, sofern die Sportwette im Inland veranstaltet wird. Es gilt hier also nicht die Staatsbürgerschaft, sondern der aktuelle Aufenthaltsort. Weiterhin ist in diesem Paragraphen die Höhe der Wettsteuer vermerkt: „Die Steuer beträgt 5 von Hundert des Nennwertes der Wettscheine beziehungsweise des Spieleinsatzes.“ Daraus wird auch deutlich, dass es unterschiedliche Berechnungsmodelle gibt, die sich jedoch in der Regel nur in Cent-Beträgen unterscheiden.

Womit wir zu unseren Nachbarn schauen. Nicht umsonst haben sich einige Buchmacher in Österreich niedergelassen. Das wohl prominenteste Beispiel ist Interwetten. Denn dort fällt schlicht und ergreifend keine Wettsteuer für das Platzieren eines Tippscheins an. Ausnahmen können von Seiten des Buchmachers nur dann gemacht werden, wenn diese Steuern zu entrichten haben. Schließlich wollen wir zu den Eidgenossen blicken. Dort gilt eine steuerfreie Freigrenze von 1.000 Franken. Bis zu dieser Summe sind keine zusätzlichen Abgaben zu leisten. Außerdem entfallen die Steuern nach schweizerischem Steuerrecht, sofern die Server und der Hauptsitz des Unternehmens nicht in der Schweiz vorzufinden sind.

5 Fragen und Antworten zur Wettsteuer in Deutschland

Wer bei seinen Sportwetten nicht aufpasst, der bekommt den Abzug einer eventuell anfallenden Wettsteuer gar nicht mit. Einige Buchmacher weisen den Abschlag unter dem Wettschein aus. Andere haben auf der Homepage einen Vermerk bezüglich der Steuer untergebracht. Und wieder andere verstecken diese Information in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wie wir unlängst dargelegt haben, ist Wetten ohne Steuern möglich. Doch wollen wir nachfolgend einige typische Fragen zur deutschen Wettsteuer übersichtlich beantworten.

Tatsächlich basierte die Einführung der Wettsteuer in Deutschland auf einem Trugschluss. Schleswig-Holstein lizenzierte einige Anbieter und öffnete somit den privaten Sportwettanbietern den Markt. Das Nachsehen hatten die staatlichen Sportwetten in Form von Oddset. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, wurde die Sportwetten Steuer eingeführt. Das Ziel: Die Spieler sollten vermehrt das staatliche Angebot nutzen. Das Monopol war längst aufgeweicht. Da half die Einführung einer Abgabe für die Spieler nicht. Zumal die privaten Angebote mit besseren Quotierungen auftrumpfen konnten. Heute werden als weitere Gründe das Eindämmen der Spielsucht und die Förderung des Gemeinwohls genannt. Denn die Einnahmen der Steuern kommen auch gemeinnützigen Organisationen zugute.
Die Höhe ist im Gesetz mit „5 von hundert“ verankert. Was die Politik hier etwas umständlich ausdrückt, ist eine Steuer in Höhe von 5 Prozent. Diese darf entweder vom Nennwert des Wettscheins oder beim Spieleinsatz abgezogen werden. Dazu nochmals ein kurzes Beispiel. Angenommen wir haben 100 Euro auf ein Unentschieden mit Quote 3,00 gesetzt, dann würde unser Brutto-Gewinn 300 Euro betragen. Müssten wir jedoch den Abschlag von 5 Prozentpunkten an Steuern entrichten, so teilen wir diese Summe durch 100 und nehmen sie mit 95 mal. So rechnen wir den Steueranteil heraus und ermitteln unseren Netto-Gewinn. In diesem Beispiel bleiben uns also 285 Euro übrig.
Da der Spieler die Kosten trägt, glauben einige Wetter sie müssten die Abgabe an das Finanzamt weiterreichen. Dass ist jedoch nicht der Fall. Die Gesetze sprechen eindeutig davon, dass die Wettanbieter die Steuern schulden. Diese legen diese Belastung jedoch auf den Kunden um. Dass ist jedoch so gewollt. Denn diese Art der Umsetzung ist für den Fiskus leichter, als würde jeder private Spieler diese Ausgaben in seiner Steuererklärung angeben müssen. Wer als Berufsspieler gilt, der muss seine Gewinne übrigens ganz normal versteuern. Dafür ist es jedoch nötig, über einen konstanten Zeitrahmen zu gewinnen und sein Leben davon zu bestreiten.
Wer etwas länger über diese Frage nachdenkt, der könnte falsche Rückschlüsse ziehen. Allerdings ist schon unsere Fragestellung nicht ganz korrekt. Denn Tipico muss die Wettsteuer ebenfalls bezahlen. Was hier jedoch ausbleibt ist die Umlage auf die Kundschaft. Wenn du für 100 Euro eine Quote von 2,00 anspielst, entrichtet Tipico zehn Euro an Steuern. Du gewinnst, sofern der Tippschein nach Wunsch verläuft, dennoch 200 Euro. Es handelt sich also um ein Entgegenkommen des Buchmachers. Keine Sorge, Tipico ist im höchsten Maße seriös. Schlussendlich sind sie sogar als Partner des FC Bayern München geführt.
Ja. Mit Tipico, LvBet und weiteren Wettanbietern wo keine Steuern anfallen, kann zumindest der Spieler seine Brutto-Gewinne als Netto-Auszahlung ansehen. Weiterhin gibt es Bookies, wie Mr Green, wo Live- und Kombi-Wetten steuerfrei abzuschließen sind. Bisweilen sind dabei jedoch bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Bei den Kombinationswetten müssen hier vier Auswahlen auf dem Tippschein zusammengefügt werden. Zuletzt gäbe es noch die Möglichkeit, einen Proxy (VPN) zu nutzen, um einen Standort außerhalb von Deutschland vorzugaukeln. Damit werden die deutschen Gesetze aber wissentlich umgangen. Daher können wir davon nur abraten.

Fazit zur Wettsteuer: Am Ende gilt immer die höchste Quote!

Die Wettsteuer ist seit 2012 da. Doch sie hat den Markt nicht kaputt gemacht. Einerseits gibt es die Möglichkeit bei Sportwetten 100 Prozent Gewinn einzubehalten. Dafür braucht sich der Wett-Fan nur einen Buchmacher ohne Besteuerung auszuwählen. Andererseits ist die höchste Quote ohnehin viel entscheidender, als ein möglicher Abschlag auf die Auszahlung. Freunde des gepflegten Sportwettens sollten einfach darauf achten, bei welchem Anbieter sie – Wettsteuer hin oder her – schlussendlich die höchste Gewinnsumme erzielen können.